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Wie Sie für gesunde Füsse sorgen

Wenn die Füsse schmerzen, geht oft nichts mehr rund. Wie wir mit den richtigen Schuhen, guter Pflege und kleinen Tricks im Alltag unsere Füsse schützen.

Wir cremen die Hände ein, pflegen das Gesicht und trainieren die Beine. Die Füsse hingegen stecken wir morgens in die Schuhe – und vergessen sie. Dabei sind sie es, die uns durch den Tag tragen. «Umso wichtiger ist es, dass wir auf sie achten», sagt Lisa Petersen. Sie ist Podotherapeutin und Gründerin von «Laufgsund», einer Praxis für Laufanalysen, Fusstherapien und Einlagen. Denn Fehlstellungen oder ein ungesunder Gang haben oft Folgen. «Die Füsse sind das Fundament. Wenn sie instabil sind, kann sich das auch auf Haltung, Knie, Hüfte oder Rücken auswirken», sagt Petersen.

Reaktion oft erst bei Beschwerden

Vier von zehn Erwachsenen in der Schweiz leiden an Fussbeschwerden. Die Hälfte aller Menschen hat Rückenprobleme, jede zehnte Person Knieschmerzen. Dennoch reagieren viele Menschen spät. «Die meisten kommen erst zu uns, wenn sie bereits Beschwerden haben», sagt Petersen. Am häufigsten sind Probleme im Vorfuss, etwa durch einen Hallux valgus oder gekrümmte Zehen. Weitere Beschwerden sind Fersensporne, entzündete Sehnenplatte der Fusssohle sowie Fehlstellungen wie Platt-, Spreiz- oder Knick-Senkfüsse. Vieles davon liesse sich vermeiden, so Petersen. «Oftmals helfen bereits kleine Anpassungen im Alltag.»

Füsse brauchen Platz und Halt

Angefangen beim passenden Schuhwerk. «Viele Menschen tragen zu kleine Schuhe», sagt die Podotherapeutin. Am besten nimmt man die Innensohle heraus, stellt sich darauf und prüft, dass vorne mindestens eine Daumenbreite frei bleibt. Schuhe sollten zudem am Nachmittag oder abends gekauft werden, weil die Füsse über den Tag anschwellen. Auch der Halt ist entscheidend. «Bei Fussproblemen wird empfohlen, auf eine stabile Sohle zu achten, welche die Ferse stützt und Stösse dämpft.» Von Modellen zum Reinschlüpfen rät Petersen ab, insbesondere bei bestehenden Fussproblemen. Sie empfiehlt stattdessen Schuhe mit Schnürsenkeln oder Klettverschluss. Zudem haben auch Schuhe ein Ablaufdatum: Spätestens, wenn die Sohle durchgelaufen ist, sollten sie ersetzt werden.

Gesundes Abrollen fördern

Bei bestehenden Beschwerden sowie im Alter ist es ratsam, die Füsse zusätzlich zu stützen. Orthopädische Schuhe, wie jene von Anova, sorgen für einen besseren Halt und enthalten eine natürliche S-Linie. «Diese fördert ein gesundes Abrollen, das von der hinteren Fussaussenkante zum grossen Zehen erfolgen sollte», sagt Petersen. Bei Fehlstellungen können auch Einlagen helfen. Die Sorge, dass sich die Muskeln damit zurückbilden, sei unbegründet. «Einlagen bringen den Fuss lediglich zurück in eine gesunde Position und sorgen dafür, dass die Muskulatur gleichmässig arbeitet.»

Abwechslung als Training

Auch Füsse sollten regelmässig trainiert werden. Neben Übungen (siehe Box) empfiehlt Petersen, in unterschiedlichen Schuhen zu gehen. Auch High Heels oder Flip-Flops sind nicht grundsätzlich tabu, sollten aber in Mass getragen werden. «Vor allem im Alltag und beim Sport sollten sie gute Schuhe tragen, weil dort die Belastung am höchsten ist.» Doch nicht nur innerhalb der Schuhe ist Abwechslung erwünscht. «Wir bewegen uns viel auf hartem Beton. Das beansprucht unsere Füsse stark.» Es helfe deshalb, ab und zu bewusst auf Wiesen oder Waldwege auszuweichen. Studien zeigen zudem, dass auch Barfussgehen die Füsse stärken kann. «Solange man beschwerdefrei ist, kann das ein gutes Training sein», sagt Petersen.

Füsse richtig pflegen

Fusspflege bedeutet für Petersen mehr als Kosmetik. «Hühneraugen und Hornhaut sind eine natürliche Reaktion des Körpers, um die Haut vor Reibung und Druckstellen zu schützen.» Wer diese einfach abträgt, beseitigt also lediglich Symptome. Petersen empfiehlt deshalb, die Ursache abklären zu lassen und gezielt anzugehen. Nach dem Duschen lohnt es sich, die Füsse gut abzutrocknen, auch zwischen den Zehen, und einzucremen. «Das stärkt die Hautbarriere und beugt Rissen vor.» Zehennägel muss man regelmässig kürzen. Anders als an den Händen sollten diese jedoch nicht rund, sondern gerade geschnitten werden. So ist die Tendenz kleiner, dass sie einwachsen.

1. Füsse massieren

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Legen Sie einen Massageball auf einen harten Untergrund.
Setzen Sie einen Fuss auf den Ball und rollen Sie ihn von den Zehen zu den Fersen.

2. Wade dehnen

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Platzieren Sie den Vorfuss auf einer Treppenstufe und drücken Sie die Ferse zum Boden.
Halten Sie dabei das Kniegelenk gestreckt und den Oberkörper aufrecht.

3. Oberschenkel dehnen

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Setzen Sie sich auf den Boden und strecken Sie die Beine aus.
Versuchen Sie, die Zehenspitzen zu erreichen, ohne die Knie zu beugen.

4. Waden stossen

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Verteilen Sie Ihr Gewicht gleichmässig auf beide Beine und drücken
Sie sich kontrolliert auf die Zehenspitzen.

5. Der Einbeinstand

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Stellen Sie sich auf ein Bein und achten Sie darauf, dass das Knie leicht gebogen ist und der
Oberkörper gerade. Das können Sie beispielsweise täglich beim Zähneputzen üben.