Ganzer Körper

Beinlängendiskrepanz (BLD)

Beinlängendiskrepanz (auch Anisomelie genannt) ist definiert als ein Zustand, bei dem die Beine einen deutlich sichtbaren Längenunterschied aufweisen. Hierbei gibt es zwei Arten von BLD. Zum einen die anatomische, bei der die Ungleichheit der Beinlängen durch Knochenlänge zwischen Hüfte und Knöchel festzustellen ist. Zum anderen gibt es die funktionelle BLD, wobei es sich nicht um eine strukturelle, knöcherne Verkürzung handelt, sondern um eine einseitige Asymmetrie der unteren Extremitäten. Diese kann sich im Laufe des Lebens weiter ausprägen.

Allgemeine Überbelastung

Kommt es zu einer Überbelastung eines Muskels, kann es zu einem Überdehnen oder Reissen eines Muskels oder einer Sehne führen. Hierbei kann jeder Muskel in den unteren Extremitäten betroffen sein, je nachdem welche Bewegung oder Aktivität zu dieser Überbelastung geführt haben. Zu den Symptomen gehören Schmerzen, Schwellungen, Muskelkrämpfe und eine eingeschränkt Beweglichkeit. 

Instabilität

Sollte ein allgemeines Gefühl der Instabilität auftreten, so ist ein Besuch beim Podotherapeuten ratsam. Instabilität wird häufig im Zusammenhang mit Hypermobilität gesehen, kann sich aber auch auf Grund von allgemeiner Muskelschwäche oder auf Grund von chronischer Erkrankung wie Multiple Sklerose äussern. Instabilität an sich scheint nicht sehr problematisch zu sein, kann jedoch zu Stürzen führen, wodurch andere Verletzungen entstehen. Die Behandlung kann in diesen Fällen sehr variieren. Bei chronischen Krankheiten handelt es sich häufig um vorbeugende Behandlungen, wie zum Beispiel aktive Stabilitätsübungen.

Hypermobilität

Das Hypermobilitätssyndrom tritt auf, wenn Gelenke zu viel Bewegungsfreiheit haben und dadurch Schmerzen verursacht werden. Es betrifft normalerweise Kinder und Jugendliche und wird oft im Alter besser. Zu dem Hypermobilitätssyndrom gehören zum Beispiel sehr bewegliche Plattfüsse, die dann zu Beschwerden im Fuss, Knie, Hüfte und sogar im unteren Rückenbereich führen können. Instabilität während einer einbeinigen Kniebeuge ist ein häufiges Symptom bei Menschen mit Hypermobilität.

Fibromyalgie

Bei der Fibromyalgie handelt es sich um Muskelschmerzen und einer Überempfindlichkeit an vielen Stellen vom Körper. Häufige Symptome sind zudem Müdigkeit, veränderter Schlafrhythmus, schlechteres Gedächtnis und schlechte Laune. Am weitesten verbreitet sind jedoch die Muskelschmerzen und die Druckempfindlichkeit, jedoch können auch Schmerzen in den Knochen auftreten. Die Behandlung besteht darin, die betroffenen Muskeln und Bereiche zu unterstützen, die Schmerzen zu lindern und gemeinsam Übungen zu erarbeiten. 

Diabetischer Fuss

Ein diabetischer Fuss ist eine Pathologie, die direkt aus einer peripheren, arteriellen Erkrankung (PAD) und/oder einer sensorischen Neuropathie resultiert, die die Füsse bei Diabetes Mellitus betrifft. Es ist eine langfristige (oder „chronische“) Komplikation von Diabetes Mellitus. Dies bedeutet, dass die Durchblutung des betroffenen Fusses auf Grund von Diabetes Mellitus beeinträchtigt ist und die sensorischen Nervenenden weniger Information erhalten. Dies kann dazu führen, dass der Patient keine kleinen Kieselsteine in seinem Schuh spürt und dadurch trotzdem beschwerdefrei gehen kann. Dies führt schliesslich zu einem Geschwür, eine diabetische Wunde, die auf Grund der gestörten Durchblutung nur schlecht verheilen kann. Andere Symptome können allgemeine Instabilität vom Fuss beim Gehen oder Stehen sein, insbesondere bei geschlossenen Augen. Der diabetische Fuss kann nicht geheilt werden, aber durch ausreichend Information über die richtige Fusspflege und Mittel zur Druckentlassung, können schwerwiegende Probleme verhindert bzw. vorgebeugt werden. 

12